The Hate U Give-Rezension: „Zu Recht als potenzieller Oscar-Anwärter bezeichnet“

Unser Urteil

Eine allzu bekannte Geschichte wird mit Einfühlungsvermögen und Nachdruck in einem Film erzählt, der für Toleranz, Aktivismus und Veränderung plädiert.

GamesRadar+ Urteil

Eine allzu bekannte Geschichte wird mit Einfühlungsvermögen und Nachdruck in einem Film erzählt, der für Toleranz, Aktivismus und Veränderung plädiert.

George Tillman Jr.s Adaption des Romans von Angie Thomas, der seinen Titel von Tupac Shakurs Akronym Thug Life (The Hate U Give Little Infants Fucks Everyone) hat und von denselben Dreharbeiten inspiriert wurde, die Fruitvale Station informierten, ist ein Teenie-Film mit einem Unterschied. Im Mittelpunkt steht ein 16-jähriges Mädchen, das sich mit all den üblichen Schwierigkeiten der Pubertät auseinandersetzen muss: Gruppenzwang, Freunde, Erwartungen. Doch Starr Carter (Amandla Stenberg) hat eine zusätzliche Last zu tragen: die einzige Zeugin der ungerechtfertigten Ermordung eines Freundes durch einen schießwütigen Polizisten zu sein.



Die Unterströmung von Black Lives Matter verleiht The Hate U Give eine Relevanz und Aktualität, die weit über die normalen Parameter des Teen-Bildes hinausgeht. Doch schon vor den Dreharbeiten erweist sich Tillman Jr.s Film als ungewöhnlich scharfsinnig darin, die Gratwanderung zwischen den beiden Welten, in denen sie operiert, zu skizzieren, die die junge Heldin beim Code-Switching durchlaufen muss.

An ihrer gehobenen Privatschule ist sie ein sanftmütiges Aushängeschild für Rassenintegration, die die beiläufige Bigotterie ihrer Klassenkameraden und die Fetischisierung der schwarzen Kultur kühl akzeptiert. Zurück im Ghetto, das sie ihr Zuhause nennt, ist sie dagegen ein schlagfertiges Schlüsselkind mit einem Ex-Sträfling-Vater (Russell Hornsby), einer hart arbeitenden Mutter (Regina Hall) und einem Pulverfass-Viertel direkt vor ihrer Haustür das mit Gewehrfeuer knistert, wenn die Sonne untergeht.

Ein Bild aus The Hate U Give

Nachdem eine routinemäßige Verkehrsbehinderung damit endet, dass Khalil ( Algee Smith aus Detroit ) seinen letzten Atemzug in ihren Armen tut, macht sich Starr auf den Weg, um in seinem Namen für Gerechtigkeit zu sorgen – eine Suche, die sie bald auf Kollisionskurs mit der Polizei und dem Justizsystem bringt , und der örtliche Kriminalitätsboss (Anthony Mackie), für den Khalil arbeitete. Die Drehbuchautorinnen Audrey Wells (Die Wahrheit über Katzen und Hunde) und Tina Mabry steigern geschickt die Spannung, während Starr sich auf den Auftritt vor der Grand Jury vorbereitet, bei der entschieden wird, ob „Officer 115“ für seine Taten bezahlt. Doch sie findet auch Zeit für ein bisschen Guess Who-Humor: Hornsbys verblüffte Reaktion auf die Ankunft des weißen Beaus seiner Tochter am Abschlussballabend sorgt für einen Moment des spannungsabbauenden Lachens.

The Hate U Give wird zu Recht als potenzieller Oscar-Anwärter bezeichnet und hätte möglicherweise 20 Minuten vergehen können, ohne etwas von seiner Eindringlichkeit und Resonanz zu verlieren. Doch alle Bedenken wegen seiner gelegentlichen Schlaffheit werden schnell durch eine fesselnde Darbietung des Die Tribute von Panem-Veteranen Stenberg zerstreut, die vor Intelligenz, Mitgefühl und moralischer Autorität sprüht. Als ihr Casting bekannt gegeben wurde, äußerten einige Fans des Buches die Ansicht, dass ihre Rolle an eine dunkelhäutige Schauspielerin hätte gehen sollen. Stenberg erwidert den Hass, den sie ihnen entgegenbrachten, mit einer charismatischen, anziehenden und erstaunlich reifen Wendung, die zeigt, dass sie, wie das Teenie-Filmgenre selbst, triumphal erwachsen geworden ist.

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  • Veröffentlichungsdatum: Jetzt erhältlich (USA)/22. Oktober 2018 (Großbritannien)
  • Zertifikat: PG-13 (USA)/12A (Großbritannien)
  • Laufzeit: 133 Minuten
Das Urteil 4

4 von 5

The Hate U Give-Rezension: „Zu Recht als potenzieller Oscar-Anwärter bezeichnet“

Eine allzu bekannte Geschichte wird mit Einfühlungsvermögen und Nachdruck in einem Film erzählt, der für Toleranz, Aktivismus und Veränderung plädiert.

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